Alqueva Stausee 2012

    Reisetagebuch unserer Portugal-Reise vom 02.04.2012 bis zum 13.04.2012



    Portugal



    1. Tag: Montag 2. April 2012

    Wir fuhren am frühen Montagmorgen mit der S-Bahn von Offenbach zum Rhein-Main-Flughafen nach Frankfurt. Die Bordkarten zu unserem E-Ticket hatten wir uns bereits am Vortag per Online Check-in besorgt. Am Gepäckaufgabeschalter war nur eine kurze Schlange, im Gegensatz zu den Schaltern zum Einchecken, denn schließlich waren Schulferien und Osterreisezeit. Der Flug in die portugiesische Hauptstadt verlief sehr entspannt, obwohl die Lufthansa-Maschine vom Typ Airbus A320 vollends ausgebucht war. Das Kabinenpersonal war jedoch trotzdem bester Laune, die Bordverpflegung auch OK, und so vergingen die drei Stunden im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug. In Lissabon um 11.30 Uhr Ortszeit (Zeitverschiebung: - 1 Stunde) angekommen lotste uns ein freundlicher Mitarbeiter einer Autovermietung zum Abfahrtsort seines Kollegen von Thrifty Portugal. Per Shuttleservice wurden wir sofort zu dem nahegelegenen Stützpunkt unseres online gebuchten Autovermieters gebracht, bei dem wir unseren Seat Ibiza sogleich in Empfang nehmen konnten. Nicht ganz das neueste Modell, auch mit ein paar Beulen und Kratzern sowie einer schadhaften Kofferraumabdeckung, aber insgesamt durchaus gepflegt, und bei einer Tagespauschale ohne km-Begrenzung von 15 Euro ein wirklich sehr günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Formalitäten waren kurz und schmerzlos. Wir fuhren auch gleich los, fanden dank unseres von zuhause mitgebrachten GPS unproblematisch die richtige Autobahn und fuhren alsbald Richtung spanischer Grenze unserem Urlaubsziel entgegen. Die knapp 200 Kilometer fuhren wir auf sehr einsamen Autobahnen, Schnellstraßen und schließlich Landstraßen. Die Strecke ist sehr gut ausgebaut, fragt sich nur für wen, denn es gab nur sehr wenig Verkehr.


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    Unseren Heimathafen Amieira Marina erreichten wir gegen 15.00 Uhr und erhielten auch gleich die obligatorische Einweisung - erst alles Wissenswerte über das Seengebiet, dann ging's auf's Boot. Klaus durfte sofort ans Ruder und der freundliche Techniker Victor zeigte uns einige Tricks, wie man hier am besten am flachen Ufer anlegt. Das war dann doch mal etwas Neues, denn ansonsten ist das bei Charterfirmen in anderen Fahrgebieten oftmals nicht so gerne gesehen.


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      Unser bei www.hausboot.de gebuchtes Charterboot vom Typ Nicols Estivale Duo ist 8,85 m lang und 3,40 m breit. Die Schlafkabine befindet sich im Bug des Hausbootes und hat ein Doppelbett sowie ein Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. Im geräumigen Salon gibt es gegenüber der Küchenzeile (mit 220-l-Kühlschrank und Gefrierfach, Spüle, 2-Flammen-Herd und Backofen mit Grill) eine Sitzecke, die in ein weiteres Doppelbett umgewandelt werden könnte. Der Innensteuerstand befindet sich direkt vor der Sitzecke.

      Skizze
      Eine Glasschiebetür führt zum geräumigen Hinterdeck auf gleicher Ebene mit einem Sonnensegel. Der Zugang zum Boot wird durch zwei seitliche Türen in der Bordwand auf die Terrasse erleichtert. Eine Treppe führt hinauf zur Flybridge mit dem Außensteuerstand.
      Am Bug des Bootes ist eine kleine Sitzbank mit Tisch. Weiterhin gibt es eine Badeleiter, Außendusche (warm und kalt), 220-Volt-Landanschluss, Radio mit CD-Player sowie ein Flachbild-Fernseher für Leute mit portugiesischen oder spanischen Sprachkenntnissen. Der im TV eingebaute DVD-Player funktionierte irgendwie nicht, aber wir hatten ja unseren Laptop zum Filme anschauen dabei. Ausgesprochen hilfreich ist die Ausstattung mit GPS und Echolot. Insgesamt ein sehr komfortables Boot für 2 Personen.


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    Leider arbeitete der Kühlschrank an Bord der "Luz" nicht störungsfrei, so dass uns der Techniker um etwas Zeit bat, um den Fehler beheben zu können. Damit hatten wir auch kein Problem, denn wir wollten nach der langen Anreise an diesem Tag sowieso nicht schon gleich loslegen. Also fuhren wir mit dem Mietwagen erst mal zum Einkaufen ins nahe gelegene Amieira. Allerdings wurden wir in dem recht kleinen Örtchen auf der Suche nach einem Laden nicht fündig, und fuhren daher weiter nach Portel. Später erfuhren wir, dass es in Amieira zwar einen kleines Geschäft gibt, das allerdings Montags nicht geöffnet hat. Aber auch in Portel gab es nichts, was einem Supermarkt auch nur annähernd ähnlich sah. Nachdem wir ein paarmal quer durch den ganzen Ort gefahren waren entdeckten wir dann doch noch einen sogenannten Mini-Mercado, in dem wir wenigstens etwas Wasser, Wein, Kaffee und ein paar Chips erstanden. An Bord hatten uns die Vermieter netterweise mit frischem Brot und Käse aus der Region begrüßt, so war wenigstens das Abendessen gesichert. Eigentlich wollten wir ja sowieso im Hafenrestaurant essen gehen. Zurück in der Marina erfuhren wir, dass der Kühlschrank immer noch nicht mit 12-Volt-Bordstrom funktionierte und geplant war, diesen am nächsten Morgen entweder zum Laufen zu bringen oder aber uns ein anderes Boot zur Verfügung zu stellen und zweitens, dass das Restaurant abends geschlossen hat (erst in der Sommersaison hat es mittags und abends geöffnet.) Also machten wir es uns mit Brot, Käse und Wein auf unserem Charterboot gemütlich und genossen den Rest unseres ersten Urlaubstages.


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