Reisetagebuch Irland 2004



    2. Tag, Sonntag, 04.04.2004

    Nach dem Frühstück fuhren wir weiter nach Clonmacnois, der alten Klosteranlage, die wir bereits von unseren ersten Irlandtouren kannten und nun auch unserem Sohn zeigen wollten.


    Frühstück an Bord Clonmacnoise


      Clonmacnoise ist die größte Klostersiedlung Irlands und wurde im Jahre 548 von St. Ciaran gegründet. Aufgrund von Plünderungen der Wikinger und der britischen Armee am Ende des 16. Jahrhunderts sind leider nur noch Ruinen vorhanden. Neben dem weitläufigen Freigelände gibt es noch ein interessantes Besucherzentrum.

    Bei recht böigem Wind legten wir an der mittlerweile arg heruntergekommenen Jetty an und mussten zu unserer Verwunderung feststellen, dass man von dem Anlegesteg nicht an Land konnte, da das entscheidende Stück "Brücke" vom Steg zum Land fehlte. Also wurde nichts aus der geplanten Besichtigung und wir fuhren weiter Richtung Athlone. Der Urlaub fängt ja gut an, keine gesellige Musikkneipe für uns, und auch kein Besuch von interessanten Sehenswürdigkeiten.


    Deckschrubben... Schleuse bei Athlone


      Athlone ist mit ca. 22.000 Einwohnern die größte Stadt am für Mietboote schiffbaren Shannon. Sehenswert ist das 1210 erbaute Athlone Castle am Westufer. Die Pub- und Restaurant-Szene bietet ebenfalls reichlich Möglichkeiten und es gibt viele Geschäfte und Supermärkte zum Einkaufen.

    Pünktlich zur Mittagspause des Schleusenwärters erreichten wir die Schleuse in Athlone und so kamen dann auch wir zu einer kleinen Pause. Nach dem Schleusen legten wir an der bewachten Jetty mitten im Ort an, da wir eigentlich die Burg besichtigen wollten. Aber auch dieses Vorhaben war nicht von Erfolg gekrönt, da die Burg erst ab Mai für Besucher zugänglich ist und so lange wollten wir nun doch nicht warten. Als Alternativprogramm besuchten wir die älteste Kneipe Irlands "Seanīs Bar". Dort erregten allerdings die Sägespäne auf dem Boden irgendwie das Missfallen unseres Bootsmannes. Nach einer Runde nichtalkoholischer Getränke gingen wir zurück zum Motorkreuzer und fuhren weiter nördlich bis Hodson Bay. Das dortige Hotel hat sich seit unserem letzten Besuch erheblich vergrößert. Wir reservierten zunächst zum Dinner einen Tisch im Restaurant und genossen dann in der Hotelbar die "Teatime". Um 19.00 Uhr gingen wir in das nette Hotelrestaurant und speisten vorzüglich, wie bereits schon vor 11 Jahren. Die Welt ist klein: wir aßen französische Küche in einem irischen Lokal. Unsere sehr freundliche Bedienung sah auf den ersten Blick aus, als stamme sie aus Zentralafrika, kam aber tatsächlich aus Deutschland. Wir unterhielten uns mit ihr und sie erzählte uns dann ein wenig von sich und dem Hotel. Die einzige kleine Enttäuschung war, dass es zum Schluss den legendären "Nachtischtrolley" aus den Jahren 1993/1994 nicht mehr gab. Wie wir bereits schon festgestellt hatten: die Zeiten ändern sich ...


    Hodsons Bay Hodsons Bay
    Hodsons Bay Steuermann Arne