Niederlande 2009

    Reisetagebuch unserer Friesland-Reise vom 31.07.2009 bis zum 14.08.2009



    Friesland



    1. Tag: Freitag, den 31.07.2009

    Wir hatten das Auto bereits am Vorabend beladen, und der Kombi war bis obenhin vollgepackt. Auch Opa Hans war bereits am Donnerstag angereist und hatte schon mal für die Getränkevorräte an Bord gesorgt: Wein und Prosecco aus der Pfalz sowie Traubensaft vom Winzer. Frühmorgens besorgte Arne zunächst frische Brötchen und gemeinsam wurde dann ein leckerer Reiseproviant vorbereitet. Nach einem kleinen Frühstück ging es dann kurz nach 9.00 Uhr los. Bis zum Ruhrgebiet kamen wir problemlos durch, um Oberhausen wurde der Verkehr dann kurzzeitig sehr dicht, aber ab dem Grenzübergang bei Arnheim hatten wir dann wieder bis zu unserem Zielort Sneek freie Fahrt. Kurz vor 15.00 Uhr kamen wir bei unserem Charterhafen an. Das Motorboot war nicht sofort übergabebereit, daher boten uns die freundlichen Vermieter erstmal Kaffee und Wasser an.


    Veldman Yacht Charters Veldman Yacht Charters


    Wir konnten unsere schicke Motoryacht jedoch schon im Hafenbecken von außen besichtigen und waren von der stattlichen Größe beeindruckt. Wir hatten eines der größten Boote hier gechartert:

    Poseidon


      Name: Poseidon, Länge: 13,80 m, Breite: 4,30 m, Höhe: 5,20 m, Tiefgang: 1,10 m, Baujahr: 1994.
      Ausstattung: 5 Kabinen, 2 WC, 2 Duschen, Küchenzeile (mit Spülbecken, Gasherd, Kühlschrank, Kaffeemaschine, Mikrowelle) großer Salon mit 2 Sitzecken, Flachbild-Fernseher mit Satellitenempfang, Radio und CD-Player, Außen- und Innensteuerstand, Bugschraube, Echolot, Speedometer, GPS.



    Veldman Yacht Charters Veldman Yacht Charters


    Zunächst beäugten uns die Vermieter etwas kritisch und fragten mehr als einmal, ob der Rest der Mannschaft noch auftauchen würde, und ob wir denn schon jemals mit so einem großen Boot unterwegs gewesen wären. Mehr Mannschaft hatten wir zwar nicht, aber Erfahrung dafür umso mehr, denn in anderen Ländern hatten wir durchaus vergleichbare Bootstypen bzw. -größen gesteuert. Bald kam dann der langersehnte Moment, an dem wir an Bord gehen durften. Es dauerte so einige Zeit, bis wir unser ganzes Gepäck verstaut hatten und die Kabinen verteilt waren. Bei 5 Kajüten für 4 Personen war das aber kein wirkliches Problem. Der Kleinste bekam die größte - wie sollte es auch anders sein... Aber über mangelnden Platz mussten wir uns wahrlich nicht beklagen, das Boot war sehr gut aufgeteilt, und das Beste war der überdachte Außensteuerstand. Nach einer kurzen technischen Einweisung durch den netten Juniorchef durften wir ohne Weiteres ablegen, niemand kümmerte sich mehr um unsere Erfahrungen oder Manövrierkenntnisse.


    Friesland Friesland


    Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir los, mussten aber sodann gleich an der Ausfahrt der Marina eine ganze Zeit warten, bis wir in den Kanal einfahren konnten. In Sneek hatte nämlich die jährliche Regattawoche begonnen, so dass reger Betrieb auf den Wasserstraßen herrschte. Die Wettkämpfe der "Sneeker Woche" (Sneekweek) finden regelmäßig Anfang August jeden Jahres statt. So viele Boote auf einmal waren uns zuvor höchstens vor Venedig begegnet, aber dort hatte es sich mehr um Berufsschiffer gehandelt. Hier schien halb Friesland auf dem Wasser unterwegs zu sein. Wir durchfuhren den Prinses Margrietkanaal und das Snekermeer, wo bereits Arne und Hans Schiffsführer Klaus am Ruder ablösten. Die "Poseidon" war für alle problemlos zu steuern.


    Friesland Friesland
    Friesland Friesland


    Nach einer kurzen Fahrt durch einen weiteren Kanal erreichten wir das Naturschutzgebiet De Alde Feanen. Hier wurde früher Torf gestochen, heute ist das Gebiet von unzähligen Wassersträßchen durchzogen und ist ein Reservat für Flora und Fauna.


    Friesland Friesland


    An die erholungssuchenden Menschen wurde aber auch gedacht, und für die Bootsfahrer gibt es einige idyllisch gelegene Anlegestellen mitten im Naturschutzgebiet. Überall herrschte aber aufgrund des schönen Wetters und des beginnenden Wochenendes sehr reger Betrieb, so dass wir glücklich in der Rengerspolle einen kleinen Seitenkanal mit einigen freien Anlegeplätzen ansteuerten und am Steg festmachten.


    Friesland Friesland


    Die erste Tour begossen wir zunächst mit einem guten Pfälzer Wein (bzw. Traubensaft für den Knaben) in der herrlichen Sonne an Deck. Noch herrschte Badebetrieb, aber bald wurde es ganz ruhig und wir konnten die schöne Natur in aller Stille genießen. Das erste Essen an Bord bestand ganz traditionell aus Baked Beans, Frikadellen und Kartoffelbrei. Kurz vor Mitternacht war die Hälfte der Mannschaft KO und ging in die Kojen. Klaus und Arne hielten es noch etwas länger aus...


    Friesland Friesland