Elsaß-Lothringen 2004

Reisetagebuch unserer Frankreich-Reise vom 21.08.2004 bis zum 28.08.2004


Frankreich


    1. Tag, Samstag, 21.08.2004

    Allgemeiner Treffpunkt für den bereits lange geplanten Familienausflug war "DÜW". Nach einem regenreichen Vormittag in Offenbach, bei dem wir sogar das Einladen des Gepäcks wegen starker Regenfälle unterbrechen mussten, kamen wir gegen 11.30 Uhr in Bad Dürkheim an. Christine war bereits am Vortag angereist. Wir tranken zusammen noch kurz einen Kaffee und dann konnte die Reise losgehen. Christine, Arne und Klaus fuhren im Daewoo, Heike, Hans und Gisela im Toyota. Die Strecke über die A65 bis nach Frankreich verlief ohne besondere Vorkommnisse. In Frankreich brauchten wir noch ca. 2 Stunden bis Lutzelbourg. Unser Boot erkannten wir sofort, denn es war das größte, das in der Marina zu Verfügung stand. Zunächst checkten wir im Büro des Bootsvermieters Locaboat Holidays ein. Wir hatten unser Charterboot bereits im April dieses Jahres per Internet bei der Freizeit-Kapitän-Agentur Dörge in Krefeld bestellt und alles war bestens vorbereitet.


    Marina in Lutzelbourg Marina in Lutzelbourg


      Pénichette 1400 FB (Flying Bridge)

      Länge:     14,00 m
      Breite:       3,50 m
      Eine Nutzung von bis zu 10 Personen ist möglich,
      sehr komfortabel für bis zu 8 Personen mit 4 Schlafkabinen, einer Kombüse und einem großen Salon.
      Vorne: 2 Kabinen mit jeweils 2 Einzelbetten, die man zu einem Doppelbett zusammenschieben kann, Kleiderschränke und Stauräume. 2 Naßzellen mit Dusche, WC und Waschbecken.
      Hinten: 1 Kabine mit Doppelbett und kleinem Zusatzbett (nur für Kinder geeignet) über dem Doppelbett, Kleiderschränke und Stauräume und eine weitere Kabine mit 2 übereinanderliegenden Betten, Kleiderschränke und Stauräume.
      1 Naßzelle mit Dusche und Waschbecken sowie ein separates WC.
      Die Sitzbank im Salon kann bei Bedarf zu einem Einzelbett umgebaut werden.
      Das Boot hat eine komplett ausgestattete Küche mit dreiflammigem Herd, Backofen und großem Kühlschrank.
      Die Pénichette 1400 FB ist mit Bugstrahlruder ausgestattet.
      Die Flying Bridge (Sonnendeck) mit zweitem Steuerstand ist von innen und außen zugänglich.



    Penichette 1400FB



    Lutzelbourg Lutzelbourg


    Nur die Bestellung der Lebensmittel per Fax hat leider nicht geklappt. Da wir relativ früh angekommen waren, konnten wir nicht gleich an Bord, denn der Mechaniker war noch nicht ganz mit dem Bootscheck fertig. Also gingen wir erst mal selbst einkaufen. Die erste Bäckerei war bereits ausverkauft obwohl es noch vor 15.00 Uhr war, aber wir taten noch eine weitere auf, so dass wir doch noch zu französischem Brot kamen. In einem kleinen Laden deckten wir uns dann mit Wurst, Käse und Getränken ein. Nach dem Einkauf konnten wir auch an Bord der "Toul" und luden das Gepäck aus. Anschließend wurden die Autos auf einem abgesperrten Gelände geparkt. Bald kam der Techniker zur Einweisung an Bord. Da wir bereits seit vielen Jahren auf den unterschiedlichsten Gewässern mit verschiedensten Bootstypen unterwegs waren, ging es dabei weniger um allgemeine Hinweise, sondern um solche Dinge, die bei jedem Boot anders sind. Beispielsweise wie von dem Innensteuerstand auf den Außensteuerstand umgeschaltet wird oder wo die Sicherung für das Bugstrahlruder liegt. Letztere ist versteckt unter der linken Koje in der vorderen rechten Kajüte, da soll erstmal einer von alleine drauf kommen. Arne bekam noch eine spezielle Kinderschwimmweste, allerdings ein relativ kompliziert anzulegendes Exemplar, da hatten wir in anderen Gegenden schon bessere. Außerdem erhielt unser Junior eine Locaboat-Fahne für das Boot, die er am Ende behalten und mit nach Hause nehmen durfte. Da wir auf eine praktische Einweisung verzichten konnten, legten wir noch am späten Nachmittag gegen 17.00 Uhr ab, nachdem wir uns zuvor Kaffee und Mirabellenkuchen an Bord schmecken ließen. Das Wendemanöver mit dem 14 Meter langen Boot auf dem doch recht schmalen Rhein-Marne-Kanal, der den Atlantik mit dem Rhein bei Straßburg verbindet, klappte dank des Bugstrahlruders auf Anhieb völlig ohne Probleme und wir fuhren sodann östlich Richtung Schiffshebewerk, das Heike und Klaus bereits von ihrer Reise im Jahr 1998 her kannten.


    auf großer Fahrt... auf großer Fahrt...


    Wir passierten die ersten drei Schleusen bei strömendem Regen und legten kurz vor dem Schiffshebewerk bei Arzviller gegenüber einem Campingplatz an. Der freundliche Techniker der Marina hatte uns das dortige Restaurant empfohlen, da dort das Essen sehr gut sein sollte. Das wussten allerdings auch andere, sodass das Lokal leider restlos belegt war. Wir traten also unverrichteter Dinge den Rückweg an und aßen an Bord frisches Weißbrot mit Pastete und Käse und tranken eine Flasche Wein dazu. Auch lecker. Arne organisierte den ersten Spieleabend, den Christine haushoch gewann. Dann ging es in sämtliche Kojen zur ersten Übernachtung an Bord.


    Hausboot auf großer Fahrt... Hausboot auf großer Fahrt...